Gerade hab ich noch auf schwindt-pr.com darüber geschrieben, wie sich bei mir das Arbeiten in Sachen digitaler Kommunikation entwickelt hat und dass es zu den Hintergründen eigentlich so viel mehr zu sagen gibt, dass ich mit Thomas dazu ein Buch füllen könnte. Wir haben uns jetzt zunächst mal für ein Blog entschieden, vielleicht wird später noch ein Buch daraus, mal sehen. 😉

Wer mich bereits kennt, der weiß, dass ich aus gesundheitlichen Gründen dazu gekommen bin, vorwiegend online zu arbeiten. Ein Standard-Arbeitsplatz irgendwo in einem Büro mit festen Zeiten wäre für mich nicht zu stemmen. Dank des digitalen Arbeitens kann ich mir meine Zeiten so einteilen, wie es mir eben möglich ist, oder auch mal nur vom Bett oder Sofa aus via Smartphone mit anderen interagieren. Das geht nicht nur mir, sondern vielen Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder anderen Bedürfnissen, die mit einem althergebrachten Arbeitsplatz nicht vereinbar sind, so.

Arbeit und Freizeit verschmelzen

Meine digitalen Aktivitäten beschränken sich aber nicht nur auf die Arbeit. Auch meine Freunde sind inzwischen alle mehr oder minder digital unterwegs – selbst wenn es nur via E-Mail ist. So halte ich mit meiner auf der ganzen Welt verstreut lebenden Familie Kontakt, tausche mich mit Freunden in aller Herren Länder aus, oder informiere mich über Themen, die ich interessant finde. Fernsehen schaue ich inzwischen fast nur noch über die Mediatheken und nutze meist parallel mein Smartphone für Hintergrundinfos oder Gespräche zur Sendung.

Wenn ich nicht arbeite, höre ich gern fremdsprachige Audiobooks oder einfach Musik aus meiner in der Cloud gespeicherten Bibliothek. Ich suche online nach Koch- oder Backrezepten oder Do-it-yourself-Tipps. Da ich keine Standard-Kleidergrößen habe und es die Produkte, die ich bevorzugt kaufe, ohnehin nicht in einem Laden in der Nähe gibt, kaufe ich inzwischen auch fast nur noch online ein.

Vernetzen über gemeinsame Interessen

Selbst meinen Mann Thomas habe ich online kennen gelernt und das schon zu Zeiten, als ich gesundheitlich noch fitter war und als Journalistin auch offline jede Menge Leute kennengelernt habe. Wir haben uns in einem Themen-Forum getroffen: Ich habe Interviewpartner für einen Artikel gesucht und er war einer von denen, die sich dafür gemeldet haben.

Unser Freundeskreis besteht inzwischen zum größten Teil aus Menschen, die wir zuerst online kennengelernt haben. Denn genau wie offline auch, vernetzen sich die Menschen online über gemeinsame Interessen. Wenn man dann noch die Gelegenheit hat, das offline weiterzuführen: umso besser! 🙂

Gesellschaftlicher Wandel

Diese Art zu leben, ist – gerade in meiner Altersklasse Anfang 40 – für viele reichlich exotisch. Da die Digitalisierung aber immer weiter in unser Leben vordringt, wird das nicht mehr lange exotisch bleiben, sondern mehr und mehr zum Alltag werden.Die Verschmelzung von Arbeits- und Freizeit, das ortsunabhängige Arbeiten, ein durchgreifender Wandel des Arbeitsbegriffs generell – all das kommt früher oder später auf jeden von uns zu.

Das ist nicht der erste Kulturwandel, den die Menschheit durchmacht. Er passiert nur sehr viel schneller als das bei Erfindung von Buchdruck oder Dampfmaschine der Fall war… Ich persönlich finde das sehr spannend und freue mich darauf, diesen Wandel mitzugestalten! 🙂

 

Damit es hier aber nicht bloß um unsere eigenen Erfahrungen dreht, würden wir gern auch andere zu Wort kommen lassen. Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Leben.digital? Schreibt uns doch einen Kommentar oder – ausführlicher – beantwortet unsere Interviewfragen!


Wir freuen uns, wenn Ihr unsere Beiträge weitersagt: