Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, kurz GIZ, nutzt für ihre Arbeit sehr stark auch digitale Kommunikationsmittel, um ihre Projekte in allen Regionen der Erde zu begleiten. Wie die Nutzung digitaler Hilfsmittel selbst zu einem Entwicklungsprojekt werden kann, lässt sich sehr anschaulich in einem  Interview mit Daniel Asare-Kyei nachlesen, das von Digital Development Debates, einer Onlinepublikation, herausgegeben vom Development Policy Forum der GIZ, geführt wurde. Daniel Asare-Kyei berichtet von seiner Arbeit für das Unternehmen Esoko, das in bislang zehn Ländern Afrikas aktiv ist und unter anderem Kleinbauern via SMS und Sprachnachrichten wichtige Informationen, zum Beispiel die Preise zur Verfügung stellt, die für die von ihnen angebauten Produkte auf lokalen Märkten aktuell erzielt werden. Für die Bauern ist das ein wichtiger Fortschritt:

In the past, farmers did not have this type of information; they did not know what the prices even were at the nearest market. So when someone came to them, they would just sell to him or her at any price. Now though [… this] means farmers can get more profit and can also identify new market segments.

Asare-Kyei berichtet von den Schwierigkeiten, in Ländern wie Ghana, mit einer wenig entwickelten Infrastruktur und hohen Raten bei Analphabetismus solche Informationssysteme zu etablieren und legt dar, dass beginnend mit solchen Hilfsmitteln die eigentliche Aufgabe darin besteht, die Kleinbauern in genossenschaftlichen Strukturen miteinander zu vernetzen.

Vielen Dank für diesen interessanten Einblick, der ein Beispiel für das gewaltige Potenzial der Digitalisierung ist, unsere Welt zu verändern.

 


Wir freuen uns, wenn Ihr unsere Beiträge weitersagt: