Frauen in arabischen Gesellschaften haben mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, wenn sie berufstätig sein oder sich am öffentlichen Leben beteiligen wollen. Kristie Wang greift dieses Problem in ihrem Artikel „A woman’s world: About Virtual offices and gender gyms“ auf und stellt Strategien vor, wie Frauen sich gleichwohl ihren Freiraum erkämpfen.

Die Dringlichkeit des Problems drückt die Autorin in einfachen Zahlen aus: 60 % der Frauen in Saudi Arabien genießen eine höhere Bildung, aber nur 17 % dieser Frauen sind berufstätig, so Wang. In der gesamten Region des Nahen Ostens und Nordafrikas haben nach ihren Angaben lediglich 25 % der Frauen Anteil am Berufsleben, was sie auf die strenge Geschlechtertrennung und gesetzliche Beschränkungen der Bewegungsfreiheit für Frauen, wie etwa in Saudi Arabien, zurückführt. Doch berichtet der Beitrag davon, wie es Frauen auch unter diesen Bedingungen gelingt, ihr Potenzial zu nutzen. Zentraler Bestandteil der Lösungsansätze ist meist der Einsatz digitaler Technologie:

„If you’re not allowd to work in public spaces – create a virtual office. If you’re not feeling comfortable in Internet cafés – use your mobile phone.“

Kristie Wang berichtet von gelungenen Projekten, die durch die Organisation „Ashoka Changemakers“ unterstützt werden,  einem weltweiten Netzwerk, das soziales Unternehmertum fördert. Das ist zum Beispiel ein türkisches Franchise-Konzept für Sportstudios, die exklusiv für Frauen geöffnet sind und neben dem körperlichen Training auch Weiterbildungskurse anbieten. Ein anderes Beispiel ist eine Kooperative von Bäuerinnen in Jordanien, in der sich die Frauen gegenseitig unterstützen und Informationen austauschen. Es sind Beispiele dafür, wie eine weltweit vernetzte Kommunikation auch unter schwierigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen positive Veränderungen anstoßen kann.


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