Bei unserem heutigen Interviewpartner muss ich mich zuerst mal entschuldigen: Sein Interview lag schon seit Wochen hier, aber ich hatte es komplett vergessen, weil anders als sonst abgelegt. Sozusagen digital verkramt… Auch das gibt’s. Jetzt aber, lieber Johannes! Ich hoffe, Du kannst mir verzeihen…

Bitte stelle Dich kurz vor (Name, Ort, Website/Blog, wichtigste drei Social-Media-Profile)

Was motiviert Dich dazu, an der Interviewreihe teilzunehmen?

Das Thema „digitales Leben“ finde ich spannend und digitales begleitet mich schon lange, auch schon bevor es Smartphones gab.

Wie digital ist Dein Leben derzeit und wie hat es sich dahin entwickelt?

Als die Telekom DSL in Deutschland an Testhaushalte vergeben hat, bevor es etwas später offiziell gelauncht wurde, habe ich meinen Vater überredet sich zu melden. Wir haben es dann auch bekommen. Schon damals war ich viel im Netz unterwegs, habe mich in ganz Deutschland mit Menschen getroffen, die ich aus Foren und Chats kannte. Das war für mich immer völlig normal und so ging es dann auch weiter. Das erste Android Smartphone, ein Td1-G1 hat mir geholfen das auszubauen und auch unterwegs mobil zu sein. Ab da war ein Smartphone immer dabei und ich kann es mir nicht mehr ohne vorstellen.

Was findest Du besonders interessant und spannend an der Digitalisierung?

Alles wird immer kleiner und immer schneller, ich muss mich immer weniger an neue Geräte anpassen, die Geräte passen sich immer mehr an mich an. Das wird immer besser und funktioniert erstaunlich gut, ich finde es spannend wie es hier weitergeht und was noch alles kommen wird.

Was findest Du bedenklich am Umgang mit der Digitalisierung?

Kinder kommen meistens schon vor dem Kindergarten mit Tablets und Smartphones in Kontakt, weil die Geräte da und allgegenwärtig sind. Eine sensible Heranführung an das Thema fehlt, zumindest glaube ich das, oft. Hier wünsche ich mir mehr Schulung durch Erzieher und Lehrer, und auch diese müssen geschult werden.

Was glaubst Du, wie sich die Digitalisierung weiter entwickeln wird?

Ich denke es wird so weiter gehen, das alles kleiner und technisch ausgereifter wird, digitale Geräte werden uns immer mehr Arbeit abnehmen und noch mehr zu Assistenten werden. Ich wünsche mir, dass wir mit der digitalen Entwicklung auch soziale Fortschritte machen und die technischen Möglichkeiten nutzen um unsere Sozialgemeinschaft zu stärken.

Können diejenigen mit dem Thema Digitalisierung versöhnt werden, die sich von ihr bedroht fühlen?

Ein schwieriges Thema. Ich glaub nicht, finde das muss aber auch nicht sein. In meinem Freundeskreis gibt es tatsächlich auch noch Menschen ohne Internet und ohne Handy. Das ist zwar komisch, aber okay, warum Leute zu ihrem Glück zwingen? 🙂

Wie kann man die Menschen dazu bringen, sich mit dem Thema Digitalisierung aktiv auseinander zu setzen?

Die Auseinandersetzung damit ist wichtig, das sollte schon im Kindergarten und in der Schule anfangen. Wenn die Kinder dort sensibilisiert werden, denke ich das auch das Interesse steigt sich weiter und tiefer damit zu befassen. Dank unzähliger Konferenzen, Barcamps, Foren, Communities etc gibt es aber meiner Meinung nach genügend Möglichkeiten dazu.

Gibt es noch etwas, das Du schon immer zum Thema Digitalisierung sagen wolltest?

Ich höre oft den Satz: „Smartphones sind Kommunikationkiller“. Das ist falsch und kann pauschal nicht gesagt werden. In meiner digitalen Filterblase sind Smartphones kommunkationserweiternd.

Lieben Dank fürs Mitmachen, Johannes!

Wer bei unserleben.digital mitmachen möchte, indem er/sie per Gastartikel oder Fragebogen darüber schreibt, wie die Digitalisierung sein/ihr Leben verbessert, findet alle nötigen Infos dazu unter http://www.unserleben.digital/mitmachen.

Alle bereits erschienenen Interviews können nachgelesen werden unter
http://www.unserleben.digital/thema/interviews.


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