Bitte stelle Dich kurz vor (Name, Ort, Website/Blog, wichtigste drei Social-Media-Profile)

Mein Name ist Beatrix Gutmann , ich bin seit fast 20 Jahren in der digitalen Welt zuhause und wohne in Essen. Ich leite den Bereich Community-Management und Social Media beim Anzeigenblattverlag der Funke Mediengruppe in Essen. (lokalkompass.de)

Meine Website: beatrix-gutmann.de
Social Media:

Und auf vielen anderen Social-Media Kanälen wie Pinterest, Instagram, YouTube, Linkedin und und und. Momentan am liebsten auf Snapchat (beagut), was ich für sehr innovativ halte.

Was motiviert Dich dazu, an der Interviewreihe teilzunehmen?

Es geht immer weiter im digitalen Bereich, es gibt keinen Stillstand und keiner von uns weiß, was das nächste große Ding ist. Es ist spannend zu entdecken, wie wir „Digitalen“ diesen Weg beschreiten, das motiviert mich eigentlich ständig.

Wie digital ist Dein Leben derzeit und wie hat es sich dahin entwickelt?

Mein Leben ist durch und durch digital. Morgens Mails checken, bei Swarm einchecken, gucken was bei Facebook, Twitter und Instagram passiert ist  – alles vor dem Frühstück.  Mein Job ist digital, ich verbringe also auch hier den ganzen Tag im Netz und mein iPhone ist immer dabei.

Ich habe 1997 angefangen mich mit dem Internet auseinanderzusetzen. War aber vorher  schon „digital“ so gut das ging. Ich kannte mich immer schon gut mit PC Anwendungen aus, habe gern etwas entwickelt und Programmiersprachen beherrscht.

Dann kam der erste  Internet-Job und dabei ist es geblieben. Eigentlich gibt es nichts, was ich nicht schon gemacht habe. Kundenbetreuung onlie, Ad-Management, Online-Marketing, Community-Management und jetzt eben Social Media. Spannend fand ich das von Sandra Schink initiierte Projekt  #digiheads, bei dem ich mitmachen durfte.

Was findest Du besonders interessant und spannend an der Digitalisierung?

Das es immer wieder etwas Neues gibt. Stillstand ist für mich unerträglich. Ich habe einen riesigen Fundus an Informationen auf die ich zugreifen kann. Experten im Netz mit denen ich mich austauschen darf und es kommen immer wieder neue dazu. In Echtzeit kann ich an Konzerten, Ereignissen oder Urlauben teilnehmen. Musik Streaming wann immer ich möchte und Kommunikation auf allen Kanälen, wo immer ich möchte. Wenn das nicht spannend ist.

Was findest Du bedenklich am Umgang mit der Digitalisierung?

Der Umgang mit den Daten ist vielleicht das, was man als bedenklich bezeichnen könnte. Was passiert damit? Wie kann ich mich schützen und wer weiß was über mich. Das sollte bei allem, was man tut immer beachtet werden.

Hate Speech ist zur Normalität geworden. Beleidigungen und Beschimpfungen gehören scheinbar zum Alltag im Netz. Gerüchte werden bedenkenlos verbreitet und Menschen werden denunziert. Das ist es, was mir Sorgen macht. Die Unbedenklichkeit der Nutzer.

Was glaubst Du, wie sich die Digitalisierung weiter entwickeln wird?

Immer weiter, es ist doch momentan kein Ende abzusehen. Ich kann aber nicht sagen, wo die Reise hingeht. Der Alltag wird digitaler, soviel ist sicher. Das Internet der Dinge schleicht sich immer mehr in den Alltag. Die Digitalisierung wird einfach normaler.

Können diejenigen mit dem Thema Digitalisierung versöhnt werden, die sich von ihr bedroht fühlen?

Schwer zu sagen, es gibt Menschen, die Digitalisierung per se ablehnen, vielleicht aus Angst oder Unsicherheit. Manche wollen einfach nicht, dass es Informationen über sie im Netz gibt und andere fühlen sich ausgespäht.

Man sollte diese Vorbehalte respektieren und niemanden partout in eine Richtung schubsen.

Wie kann man die Menschen dazu bringen, sich mit dem Thema Digitalisierung aktiv auseinander zu setzen?

Sie vielleicht darauf aufmerksam machen, Hilfestellung anbieten und über Themen im Netz informieren. Auch hier gilt: Alles soweit die Menschen sich damit aktiv auseinander setzen wollen. Die Auseinandersetzung damit ist keine Frage des Alters, in unserer Community gibt es Menschen, die sind über 80 Jahre alt und begeisterte Blogger, die sich auch mit dem Smartphone auskennen und ein Facebook-Profil besitzen. Die nehmen Tipps über die Digitalisierung gerne an.

Gibt es noch etwas, das Du schon immer zum Thema Digitalisierung sagen wolltest?

Fluch oder Segen, darüber gibt es unendlich viele Diskussionen. Bleib neugierig und kritisch, sei vorsichtig und trau Dich was. Digitalisierung gehört zum Alltag.

Vielen Dank fürs Mitmachen, Beatrix!

Wer auch  bei unserleben.digital mitmachen möchte, kann einen Gastartikel darüber schreiben, wie die Digitalisierung sein/ihr Leben verbessert, oder unseren Fragebogen ausfüllen. Alle nötigen Infos dazu gibt es unter http://www.unserleben.digital/mitmachen.

Alle bereits erschienenen Interviews können nachgelesen werden unter
http://www.unserleben.digital/thema/interviews.


Wir freuen uns, wenn Ihr unsere Beiträge weitersagt: